Ärzte ohne Grenzen: „Sexuelle Gewalt prägt Krieg in Sudan“
Ärzte ohne Grenzen (MSF) berichtet, dass sexuelle Gewalt ein prägendes Merkmal des Krieges im Sudan geworden ist. Einem Bericht zufolge wurden zwischen Januar und November 2024 fast 3400 Überlebende sexueller Gewalt in von MSF unterstützten Einrichtungen in Nord- und Süd-Darfur behandelt.

Briefing Summary
AI-generatedÄrzte ohne Grenzen (MSF) berichtet, dass sexuelle Gewalt ein prägendes Merkmal des Krieges im Sudan geworden ist. Einem Bericht zufolge wurden zwischen Januar und November 2024 fast 3400 Überlebende sexueller Gewalt in von MSF unterstützten Einrichtungen in Nord- und Süd-Darfur behandelt. Die Dunkelziffer dürfte jedoch höher liegen, da viele Betroffene aufgrund der Sicherheitslage, Stigmatisierung und fehlender Hilfsangebote keine Hilfe erreichen. In Süd-Darfur wurden viele Frauen bei der Arbeit auf Feldern oder beim Holen von Wasser angegriffen, ein Fünftel der Überlebenden sind minderjährige Mädchen. Nach der Einnahme von Al-Faschir im Oktober 2023 kam es zu besonders brutalen Übergriffen, wobei bewaffnete Männer für Gruppenvergewaltigungen verantwortlich gemacht werden. Die Gewalt betrifft nicht nur Darfur, sondern auch andere Teile des Sudans, wobei der RSF systematische Gewalt gegen nicht-arabische Bevölkerungsgruppen vorgeworfen wird.
Article analysis
Model · rule-basedKey claims
5 extractedMore than 90 percent of the survivors of sexual violence after the fall of Al-Faschir were attacked by armed men.
One-fifth of the survivors of sexual violence in South Darfur are underage girls.
Nearly 3400 survivors of sexual violence were treated in MSF-supported facilities between January 2024 and November 2025 in North and South Darfur.
The conflict in Sudan has led to one of the worst humanitarian crises worldwide.
Sexual violence has become a defining and ubiquitous feature of the conflict in Sudan.