NEWSAR
Multi-perspective news intelligence
SRCFAZ
LANGDE
LEANCenter-Right
WORDS929
ENT12
FRI · 2026-04-03 · 05:21 GMTBRIEF NSR-2026-0403-50817
News/„Rettungsboot im Universum“ – Astronaute/mission Artemis 2: Astronauten starten Reise zum Mond
NSR-2026-0403-50817News Report·DE·Technology

mission Artemis 2: Astronauten starten Reise zum Mond

Die Artemis-2-Mission mit vier Astronauten an Bord hat ihre Reise zum Mond begonnen. Nach dem Start in Cape Canaveral, Florida, testete die Besatzung die Orion-Kapsel in der Erdumlaufbahn.

FAZFiled 2026-04-03 · 05:21 GMTLean · Center-RightRead · 4 min
mission Artemis 2: Astronauten starten Reise zum Mond
FAZFIG 01
Reading time
4min
Word count
929words
Sources cited
1cited
Entities identified
12entities
Quality score
100%
§ 01

Briefing Summary

AI-generated
NEWSAR · AI

Die Artemis-2-Mission mit vier Astronauten an Bord hat ihre Reise zum Mond begonnen. Nach dem Start in Cape Canaveral, Florida, testete die Besatzung die Orion-Kapsel in der Erdumlaufbahn. Das interne Triebwerk von Orion zündete und beschleunigte die Kapsel, um die Erdanziehungskraft zu überwinden und eine Flugbahn zum Mond einzuschlagen. Damit haben sich erstmals seit Apollo 17 im Dezember 1972 wieder Menschen aus dem Schwerefeld der Erde befreit. Die Kapsel erreichte die notwendige Fluchtgeschwindigkeit von über 11,2 Kilometern pro Sekunde, um den Mond zu erreichen. Die Mission ist auf zehn Tage ausgelegt.

Confidence 0.90Sources 1Claims 5Entities 12
§ 02

Article analysis

Model · rule-based
Framing
Technology
Human Interest
Tone
Measured
AI-assessed
CalmNeutralAlarmist
Factuality
0.90 / 1.00
Factual
LowHigh
Sources cited
1
Limited
FewMany
§ 03

Key claims

5 extracted
01

More than 400,000 people gathered to watch the launch of Artemis 2.

statistic
Confidence
1.00
02

No humans have left Earth's orbit since Apollo 17 in December 1972.

factual
Confidence
1.00
03

The Artemis 2 mission is planned to last ten days.

factual
Confidence
1.00
04

The crew of Artemis 2 stated: 'Humanity has once again shown what we are capable of.'

quoteBesatzung
Confidence
1.00
05

The Artemis 2 mission's Orion capsule engine is propelling the four astronauts towards the moon.

factual
Confidence
1.00
§ 04

Full report

4 min read · 929 words
Das Triebwerk der Orion-Kapsel bringt die vier Astronauten der Artemis-2-Mission auf eine Flugbahn zum Mond. „Die Menschheit hat einmal mehr gezeigt, wozu wir fähig sind“, teilt die Besatzung mit.Die vier Astronauten an Bord von Artemis 2 sind nun endgültig auf dem Weg zum Mond. Nachdem das Quartett am Mittwochnachmittag vom Cape Canaveral in Florida gestartet war, verbrachten die Raumfahrer den ersten Tag ihrer für die Dauer von zehn Tagen geplanten Mission in einer Erdumlaufbahn, um alle Systeme ihrer Orion-Raumkapsel zu testen und einige Flugmanöver auszuprobieren. Am Donnerstagabend schließlich gab das NASA-Kontrollzentrum in Houston grünes Licht, das interne Triebwerk von Orion zu zünden.Innerhalb von fast sechs Minuten versorgte es die Kapsel mit genügend Schub, um sich völlig aus dem Schwerefeld der Erde zu lösen und auf eine Flugbahn zum Erdtrabanten zu gelangen. Zum ersten Mal seit dem 7. Dezember 1972 haben sich damit nun wieder Menschen aus den Fesseln der irdischen Gravitation befreit und sind im freien Weltraum unterwegs.Damals waren es die drei Astronauten von Apollo 17, die vom Cape Canaveral aus zum letzten Mondflug im Rahmen des amerikanischen Apollo-Programms abhoben. Eugene Cernan und Harrison Schmitt sollten als letzte Menschen den Mond betreten, während ihr Kollege Ronald Evans unterdessen als Pilot die Apollo-Kapsel in einer Mondumlaufbahn steuerte. Nach der erfolgreichen Rückkehr von Apollo 17 zur Erde kurz von Weihnachten 1972 sind zwar mehr als 700 weitere Menschen aus 47 Ländern ins All geflogen, aber alle hielten sich dabei im sogenannten niedrigen Erdorbit auf, hauptsächlich auf der Internationalen Raumstation ISS oder auf deren chinesischem Pendant Tiangong.Mehr als elf Kilometer pro SekundeAußer den Apollo-Astronauten erreichte aber keiner der bisherigen Raumfahrer die sogenannte zweite kosmische Geschwindigkeit, jene Fluchtgeschwindigkeit, die notwendig ist, um die Erdanziehung zu verlassen. Denn nach den Gesetzen der Himmelsmechanik kann die Erdgravitation nur dann überwunden werden, wenn ein Objekt schneller als 11,2 Kilometer pro Sekunde (etwa 40.000 Kilometer pro Stunde) fliegt. So schnell muss man mindestens sein, um sich im interplanetaren Raum zu bewegen und den Mond zu erreichen. Der Schub des internen Triebwerks von Orion beschleunigte in der Nacht zum Karfreitag die Kapsel auf genau jene Geschwindigkeit.Während dieses Manöver im Erdorbit stattfand und der Extraschub nur von den vier Astronauten an Bord von Orion gespürt wurde, erlebte Floridas Atlantikküste zum Start von Artemis 2 am Mittwoch einen so großen Besucheransturm wie schon lange nicht mehr. Mehr als 400.000 Menschen säumten nach offiziellen Schätzungen die Strände, Parks und Parkplätze in jener Gegend um Cape Canaveral, die sich selbst gerne die amerikanische „Space Coast“ (Weltraumküste) nennt. Die Besucher wollten den Beginn des ersten Mondfluges seit fast 54 Jahren erleben.Als Artemis 2 dann endlich am späten Nachmittag abhob, war der Jubel unter den Besuchern groß. Viele hatten Tränen der Rührung in den Augen, als sie den Feuerschweif der röhrenden Rakete über dem Startgelände sahen. Der von den vier Triebwerken der ersten Raketenstufe und ihren zwei Zusatzraketen hinterlassene Kondensstreifen war noch bis nach Sonnenuntergang in dem fast wolkenlosen Himmel über Florida zu sehen.Diese lang gestreckte, von Höhenwinden zerzauste Wolke bestand aus Wasserdampf, denn in den vier Haupttriebwerken der für das Artemis-Programm entwickelten Rakete wurde Wasserstoff mit Sauerstoff in einer kontrollierten Knallgasexplosion verbrannt. Dabei entstand genügend Schub, um das insgesamt 26.000 Tonnen schwere Gefährt von der Startrampe abheben zu lassen und in eine Erdumlaufbahn zu befördern. Allerdings machten Tausende von Tonnen Treibstoff für die Rakete den allergrößten Teil des Startgewichtes aus, während die Orion-Raumkapsel samt ihrem Triebwerk und den Sicherheitssystemen auf dem Erdboden nur etwa 33 Tonnen wog.Dieses von einem Konsortium der drei amerikanischen Unternehmen Boeing, Northrop Grumman und Aerojet Rocketdyne entwickelte sogenannte Space Launch System (SLS) ist etwa so leistungsfähig wie die vor mehr als 60 Jahren von einem Team um den deutschen Raketenpionier Wernher von Braun für das Apollo-Programm entwickelte Saturn-V-Rakete. Beide Gefährte sind etwa 100 Meter hoch. Die vier vom amerikanischen Space-Shuttle-Programm übernommenen SLS-Haupttriebwerke vom Typ RS-25 sorgen zusammen mit den zwei Zusatzraketen für eine Schubkraft von knapp vier Millionen Kilogramm, knapp 15 Prozent mehr als die Saturn V. Allerdings nehmen sich diese beiden Raketensysteme zwergenhaft aus gegenüber dem Starship, der Superrakete des Elon Musk gehörenden privaten Raumfahrtunternehmens Space X. Starship kann einen Schub von mehr als sieben Millionen Kilogramm erzeugen und ist damit fast doppelt so leistungsfähig wie die Saturn V.Die vier Artemis-Astronauten, Kommandant Reid Wiseman, Pilot Victor Glover und die Missionsspezialisten Christina Koch und der Kanadier Jeremy Hansen, werden dem Mond schon am Ostermontag sehr nahe kommen. Am kommenden Dienstag werden sie dann die von der Erde aus nicht sichtbare Rückseite des Mondes in einer Höhe von etwa 7500 Kilometern umfliegen. Sie kommen dabei der Mondoberfläche aber längst nicht so nahe wie die Apollo-Astronauten vor mehr als fünf Jahrzehnten. Sie umrundeten damals den Mond in jeweils nur etwa 100 Kilometer Höhe.Auf der Suche nach Wasser auf dem MondWegen ihrer wesentlich höheren Flugbahn werden die Artemis-Astronauten einen viel besseren Überblick über die Mondrückseite haben als die Apollo-Raumfahrer. Das Artemis-Quartett soll deshalb bei ihrem Vorbeiflug auch nach möglichen Landeplätzen auf der Südhälfte des Mondes Ausschau halten. Dort sollen Raumfahrer künftiger Mondmissionen nämlich nach Wasser suchen, eine absolute Notwendigkeit für eine geplante permanente Mondstation.Wenn die Orionkapsel dann am Dienstag gegen Ende ihres Vorbeifluges aus dem Mondschatten auftaucht, wird sich den Astronauten auch ein Bild bieten, das nur die wenigsten Erdbewohner je selbst sehen werden. Vor dem schwarzen Hintergrund des Universums wird nämlich die Erde als „Blauer Planet“ über der grauen Mondoberfläche aufgehen. Der amerikanische Astronaut William Anders machte am Heiligabend 1968 durch ein Bullauge von Apollo-8 als erster Mensch ein Foto dieses „Erdaufgangs“. Auch heute noch ist dieses Foto ein fest mit dem Apollo-Programm verbundenes, inzwischen zu einer optischen Ikone gewordenes Motiv.
§ 05

Entities

12 identified
§ 06

Keywords & salience

10 terms
artemis 2
1.00
mond
0.90
astronauten
0.80
orion-kapsel
0.70
raumfahrt
0.70
weltraum
0.60
erdumlaufbahn
0.60
apollo 17
0.50
nasa
0.50
erdanziehung
0.40
§ 07

Topic connections

Interactive graph
No topic relationship data available yet. This graph will appear once topic relationships have been computed.