Ukraine meldet zahlreiche Verstöße gegen FeuerpauseBereits wenige Stunden nach Inkrafttreten einer Feuerpause zum orthodoxen Osterfest hat Russland nach ukrainischen Angaben hunderte Male dagegen verstoßen. „Seit 16.00 Uhr wurden 469 Verstöße gegen die Waffenruhe registriert“, erklärte am Samstagabend der Generalstab der ukrainischen Armee. Es habe unter anderem 22 direkte Angriffe sowie 153 Bombenangriffe gegeben. Zudem seien fast 300 Drohnenangriffe gezählt worden.Die zwischen beiden Seiten vereinbarte Feuerpause über das orthodoxe Osterfest war am Samstag um 16.00 Uhr Ortszeit (15.00 Uhr MESZ) in Kraft getreten. Sie soll eigentlich bis Sonntagabend gelten. Kurz vor Beginn der Feuerpause hatten Russland und die
Ukraine erneut Kriegsgefangene ausgetauscht. Wie die Behörden am Samstag mitteilten, ließen beide Seiten je 175 Soldaten frei.Im vergangenen Jahr hatte Russland ebenfalls eine Feuerpause über Ostern verkündet. Beide Seiten beschuldigten sich anschließend, diese nicht eingehalten zu haben.Sara WagenerRussland und
Ukraine tauschen Kriegsgefangene ausRussland und die
Ukraine haben wieder Kriegsgefangene ausgetauscht. Es seien jeweils 175 Gefangene übergeben worden, teilt das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Der Austausch sei auf Vermittlung der Vereinigten Arabischen Emirate zustande gekommen. Russland und die
Ukraine haben bereits wiederholt Kriegsgefangene ausgetauscht. Der Austausch von Gefangenen ist eines der wenigen Ergebnisse von Gesprächen unter US-Vermittlung zwischen den beiden Konfliktparteien zur Beendigung des Kriegs. Die Verhandlungen sind ins Stocken geraten, da die USA derzeit den Fokus auf
Iran legen. Sara WagenerAngriffe vor Osterwaffenruhe in der
Ukraine und RusslandVor der angekündigten Waffenruhe für das orthodoxe Osterfest haben Russland und die
Ukraine ihre Drohnenangriffe fortgesetzt. In
Odessa am Schwarzen Meer wurden Behörden zufolge mindestens zwei Menschen getötet. Es habe auch Verletzte, Schäden an vielen Wohnhäusern und an einem Kindergarten gegeben, teilte die Verwaltung der ukrainischen Stadt mit. Die Stadt
Sumy im Nordosten der
Ukraine meldete nach russischen Angriffen mindestens 17 Verletzte sowie ebenfalls Schäden an Wohnhäusern, einem Kindergarten und zahlreichen Autos.Das russische Verteidigungsministerium sprach am Morgen von 99 abgeschossenen ukrainischen Drohnen. Zu Treffern oder Schäden machte das Ministerium keine Angaben.An diesem Nachmittag soll um 16.00 Uhr (15.00 Uhr MESZ) in der
Ukraine und Russland eine 32-stündige Waffenruhe beginnen. Der russische Präsident Wladimir Putin führt im fünften Jahr seinen Angriffskrieg gegen die
Ukraine. Er setzte die Feuerpause nach eigenen Angaben bis Mitternacht am Sonntag an, damit Ukrainer und Russen das orthodoxe Osterfest in Ruhe feiern können. Der Kreml sprach von einer humanitären Geste.Die
Ukraine, die seit langem eine Osterwaffenruhe gefordert hat, stimmte zu. Bei einer ebenfalls von Putin verfügten Feuerpause zu Ostern voriges Jahr meldeten beide Kriegsparteien zahlreiche Verstöße. Auch diesmal haben Moskau und Kiew angekündigt, auf Angriffe des Gegners zu reagieren. Sara WagenerBrand nach Absturz von Drohnenteilen in RusslandIn der Stadt Krymsk in der südrussischen Oblast Krasnodar ist nach dem Absturz von Drohnenteilen auf dem Gelände eines Öldepots ein Feuer ausgebrochen. Der in der Nacht entstandene Brand sei bis zum Morgen gelöscht worden, teilen die örtlichen Behörden mit. Verletzte gebe es nicht. Von Samstagnachmittag bis Mitternacht am Sonntag soll es eine Feuerpause geben. Dies hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj anlässlich des orthodoxen Osterfestes am Sonntag mehrfach angeboten. Der russische Präsident Wladimir Putin kündigte die Feuerpause am Donnerstag an. Sara WagenerEstland rüstet weiter aufEstland rüstet vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs gegen die
Ukraine weiter auf: Das baltische EU- und NATO-Land erwirbt drei zusätzliche US-Mehrfachraketenwerfer vom Typ Himars mit Munition und Ausrüstung. Darüber sei ein Kaufvertrag mit dem Hersteller Lockheed Martin unterzeichnet worden, teilte das Estnische Zentrum für Verteidigungsinvestitionen in Tallinn mit. Die Auslieferung der Raketensysteme sei im kommenden Jahr vorgesehen. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht. Die Vereinbarung umfasst demnach auch Investitionen von Lockheed Martin in Höhe von rund 11 Millionen US-Dollar (etwa 9,4 Millionen Euro) in die Verteidigungsindustrie des an Russland grenzenden Baltenstaats. Russlands Angriffskrieg gegen die
Ukraine wird in Estland als direkte Gefahr für die nationale Sicherheit gesehen. Die Regierung in Tallinn hat daher die Militärausgaben deutlich erhöht und rüstet massiv die Armee auf, die zuvor im April 2025 sechs Himars-Systeme erhalten hatte. Irem YildirimEstland verzichtet auf Festsetzung von russischen Tankern Estland verzichtet aus Sorge vor einer militärischen Eskalation darauf, Schiffe der sogenannten russischen Schattenflotte in der Ostsee festzusetzen. Das Risiko sei zu hoch, sagt der estnische Marine-Befehlshaber Ivo Vark der Nachrichtenagentur Reuters. Russland habe seine militärische Präsenz im Finnischen Meerbusen deutlich verstärkt und patrouilliere dort permanent mit bewaffneten Schiffen. Derzeit warten in den Gewässern vor Estland rund 30 bis 40 Tanker auf die Einfahrt in russische Häfen, nachdem ukrainische Drohnen die Hafenanlagen immer wieder getroffen haben. Antea Obinja19 Jahre Haft für ehemaligen russischen Vizeverteidigungsminister Ein russisches Militärgericht hat den früheren stellvertretenden Verteidigungsminister Pawel Popow in einem Korruptionsverfahren zu 19 Jahren Haft in einer Strafkolonie für Schwerverbrecher verurteilt. Außerdem müsse er eine Geldstrafe von umgerechnet etwa 940.000 Euro bezahlen und dürfe sieben Jahre lang keine Ämter in Staatsorganen ausüben, meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass. Der Dienstgrad des Generals werde ihm ebenfalls aberkannt, hieß es. Die Verteidigung kündigte demnach an, das Urteil anzufechten.Popow war Ende August 2024 wegen des Verdachts der Korruption festgenommen worden. Seinen Posten hatte er einen Monat nach der Entlassung des ehemaligen Verteidigungsministers Sergej Schoigu räumen müssen. Im Zuge des russischen Angriffskrieges gegen die
Ukraine gab es mehrere Festnahmen inmitten zahlreicher aufgedeckter Skandale, bei denen sich ranghohe Militärs im Amt bereichert haben sollen. Der Kreml hatte damals mehrfach zurückgewiesen, dass es sich um eine gezielte Säuberungskampagne handele. Antea ObinjaBaltenstaaten werfen Russland Desinformationskampagne vorDie baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen haben den Behauptungen aus Moskau entschieden widersprochen, wonach sie ihr Territorium und ihren Luftraum für ukrainische Angriffe gegen Russland zur Verfügung gestellt hätten. In einer gemeinsamen Erklärung wiesen die Außenminister der drei baltischen EU- und NATO-Staaten die „andauernde russische Desinformationskampagne gegen unsere Länder“ als „völlig haltlos“ zurück. Die Anschuldigungen seien bereits Ende März gegenüber den Geschäftsträgern der russischen Vertretungen in Tallinn, Riga und Vilnius unmissverständlich widerlegt worden. Dennoch setze Russland ungeachtet dieser Reaktion seine Lügen fort, hieß es in der Mitteilung der drei Länder. Betont wurde darin zugleich auch, dass die
Ukraine das Recht habe, sich gegen den russischen Angriffskrieg zu verteidigen. Antea ObinjaUkrainischer Außenminister: Keine Notwendigkeit, Angriffe wieder aufzunehmen Anlässlich des orthodoxen Osterfestes soll im Ukrainekrieg am Samstagnachmittag (16.00 Uhr Ortszeit, 15.00 MESZ) eine knapp eineinhalbtägige Waffenruhe beginnen. Nach Angaben von Kremlchef Wladimir Putin endet die Feuerpause mit Ablauf des Sonntags.Zuvor hatte die
Ukraine mehrfach eine Oster-Waffenruhe vorgeschlagen. Darauf verwies Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer Reaktion auf die Kreml-Mitteilung und kündigte an, entsprechend zu handeln. Orthodoxe Christen in der
Ukraine und in Russland feiern Ostern am Sonntag. Kremlsprecher Dmitri Peskow betonte am Freitag der russischen Staatsagentur Tass zufolge, die Waffenruhe habe ausschließlich humanitären Charakter. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha schrieb auf der Plattform X, sein Land werde sehen, wo und wann die Waffenruhe einsetze, und sei seinerseits bereit, darauf zu reagieren. Aus Sicht der
Ukraine gebe es keine Notwendigkeit, die Angriffe wieder aufzunehmen. Antea ObinjaKlöckner: Deutschland zeigt Verantwortung an NATO-OstflankeBundestagspräsidentin Julia Klöckner hat bei einem Besuch in Litauen den Einsatz der Bundeswehr für die Stärkung der NATO-Ostflanke hervorgehoben. „Die Sicherheit Litauens ist die Sicherheit Deutschlands. Das zeigen wir hier nicht nur in Worten, sondern mit Präsenz“, sagte die CDU-Politikerin während eines Truppenbesuchs bei deutschen Soldaten auf dem litauischen Militärstützpunkt Rukla. „Deutschland übernimmt Verantwortung dort, wo Europas Sicherheit sehr konkret verteidigt wird.“Die Bundeswehr führt in Rukla einen multinationalen Gefechtsverband. Er wurde im Februar der Panzerbrigade 45 „Litauen“ der Bundeswehr unterstellt. Mit deren Aufstellung reagiert die NATO auf die wachsende Bedrohung durch Russland. Die Brigade wurde im April 2025 formal in Dienst gestellt. Bis 2027 soll sie mit einer Gesamtstärke von 4800 Soldaten und 200 zivilen Mitarbeitern als Kampfverband voll einsatzfähig sein. Gregor GrosseRussland und
Ukraine überziehen sich mit DrohnenangriffenDie
Ukraine hat Russland nach Moskauer Militärangaben in der Nacht mit einem massiven Drohnenangriff überzogen. Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, es seien 151 gegnerische Drohnen abgewehrt worden. Die Angaben sind nicht unabhängig überprüfbar, doch den Zahlen nach waren die Gebiete Wolgograd an der Wolga und Rostow im Süden Schwerpunkte der Angriffe. In Swetly Jar im russischen Gebiet Wolgograd wurde nach Angaben von Gouverneur Andrej Botscharow ein Öltank durch den Drohnenangriff in Brand gesetzt. Das meldete die staatliche Nachrichtenagentur Tass. Russland griff seinerseits die
Ukraine in der Nacht mit 128 Drohnen an, wie die ukrainische Luftwaffe mitteilte. 113 Flugobjekte seien abgefangen worden. Am Morgen folgte eine zweite Angriffswelle auf mehrere Regionen. Unter anderem in der Hauptstadt Kiew waren Explosionen zu hören, wie der Rundfunksender Suspilne berichtete. Gregor GrosseSelenskyj:
Ukraine steht vor schwierigen MonatenDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj stellt sich auf eine schwere nächste Phase im Krieg gegen Russland ein. „Diese Frühlings- und Sommermonate werden politisch und diplomatisch ziemlich schwierig“, erklärte Selenskyj in am Freitag freigegebenen Äußerungen vor Journalisten. Es werde sowohl auf dem Schlachtfeld als auch diplomatisch Druck auf die
Ukraine geben, den Krieg zu beenden. Bis September werde es sehr schwer werden. Zugleich teilte er mit, dass ungenannte Partner Kiew gebeten hätten, die Angriffe auf den russischen Ölsektor zu reduzieren. Hintergrund seien die weltweit gestiegenen Preise infolge des Irankrieges und der Eskalation im Nahen Osten. Selenskyj betonte jedoch, dass Russland im Gegenzug seine eigenen Angriffe auf ukrainische Energieanlagen einstellen müsse, wenn es eine Deeskalation wolle.Der ukrainische Präsident forderte die Wiederaufnahme der von der Regierung in Washington vermittelten trilateralen Friedensgespräche mit Russland in den kommenden drei Monaten. Er räumte jedoch ein, dass die USA dem Friedensprozess in der
Ukraine nicht viel Zeit widmeten.Gregor GrosseUkraine: Zwei Tote nach russischen AngriffenIn dem ostukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk sind nach Angaben der dortigen Behörden zwei Menschen durch russische Angriffe getötet worden. „Der Feind hat drei Bezirke der Region fast 30 Mal mit Drohnen und Artillerie angegriffen“, hieß es in einer am Freitag veröffentlichten Mitteilung der Militärverwaltung des Gebiets. Mehr ladenTickarooLive Blog Software