Ukrainischer Außenminister: keine Notwendigkeit, Angriffe wieder aufzunehmen. Anlässlich des orthodoxen Osterfestes soll im Ukrainekrieg am Samstagnachmittag (16.00 Uhr Ortszeit, 15.00 MESZ) eine knapp eineinhalb-tägige Waffenruhe beginnen. Nach Angaben von Kremlchef
Wladimir Putin endet die Feuerpause mit Ablauf des Sonntags.Zuvor hatte die
Ukraine mehrfach eine Oster-Waffenruhe vorgeschlagen. Darauf verwies Präsident
Wolodymyr Selenskyj in einer Reaktion auf die Kreml-Mitteilung und kündigte an, entsprechend zu handeln. Orthodoxe Christen in der
Ukraine und in Russland feiern Ostern am Sonntag. Kremlsprecher
Dmitri Peskow betonte am Freitag der russischen Staatsagentur
TASS zufolge, die Waffenruhe habe ausschließlich humanitären Charakter. Der ukrainische Außenminister
Andrij Sybiha schrieb auf X, sein Land werde sehen, wo und wann die Waffenruhe einsetze, und sei ihrerseits bereit, darauf zu reagieren. Aus Sicht der
Ukraine gebe es keine Notwendigkeit, die Angriffe wieder aufzunehmen. Antea ObinjaKlöckner: Deutschland zeigt Verantwortung an
NATO-OstflankeBundestagspräsidentin
Julia Klöckner hat bei einem Besuch in Litauen den Einsatz der
Bundeswehr für die Stärkung der
NATO-Ostflanke hervorgehoben. „Die Sicherheit Litauens ist die Sicherheit Deutschlands. Das zeigen wir hier nicht nur in Worten, sondern mit Präsenz“, sagte die CDU-Politikerin während eines Truppenbesuchs bei deutschen Soldaten auf dem litauischen Militärstützpunkt Rukla. „Deutschland übernimmt Verantwortung dort, wo Europas Sicherheit sehr konkret verteidigt wird.“Die
Bundeswehr führt in Rukla einen multinationalen Gefechtsverband. Er wurde im Februar der Panzerbrigade 45 „Litauen“ der
Bundeswehr unterstellt. Mit deren Aufstellung reagiert die
NATO auf die wachsende Bedrohung durch Russland. Die Brigade wurde im April 2025 formal in Dienst gestellt. Bis 2027 soll sie mit einer Gesamtstärke von 4.800 Soldaten und 200 zivilen Mitarbeitern als Kampfverband voll einsatzfähig sein. Gregor GrosseRussland und
Ukraine überziehen sich mit DrohnenangriffenDie
Ukraine hat Russland nach Moskauer Militärangaben in der Nacht mit einem massiven Drohnenangriff überzogen. Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, es seien 151 gegnerische Drohnen abgewehrt worden. Die Angaben sind nicht unabhängig überprüfbar, doch den Zahlen nach waren die Gebiete Wolgograd an der Wolga und Rostow im Süden Schwerpunkte der Angriffe. In Swetly Jar im russischen Gebiet Wolgograd wurde nach Angaben von Gouverneur Andrej Botscharow ein Öltank durch den Drohnenangriff in Brand gesetzt. Das meldete die staatliche Nachrichtenagentur
TASS. Russland griff seinerseits die
Ukraine in der Nacht mit 128 Drohnen an, wie die ukrainische Luftwaffe mitteilte. 113 Flugobjekte seien abgefangen worden. Am Morgen folgte eine zweite Angriffswelle auf mehrere Regionen. Unter anderem in der Hauptstadt Kiew waren Explosionen zu hören, wie der Rundfunksender Suspilne berichtete. Gregor GrosseSelenskyj:
Ukraine steht vor schwierigen MonatenDer ukrainische Präsident
Wolodymyr Selenskyj stellt sich auf eine schwere nächste Phase im Krieg gegen Russland ein. „Diese Frühlings- und Sommermonate werden politisch und diplomatisch ziemlich schwierig“, erklärte Selenskyj in am Freitag freigegebenen Äußerungen vor Journalisten. Es werde sowohl auf dem Schlachtfeld als auch diplomatisch Druck auf die
Ukraine geben, den Krieg zu beenden. Bis September werde es sehr schwer werden. Zugleich teilte er mit, dass ungenannte Partner Kiew gebeten hätten, die Angriffe auf den russischen Ölsektor zu reduzieren. Hintergrund seien die weltweit gestiegenen Preise infolge des Irankrieges und der Eskalation im Nahen Osten. Selenskyj betonte jedoch, dass Russland im Gegenzug seine eigenen Angriffe auf ukrainische Energieanlagen einstellen müsse, wenn es eine Deeskalation wolle.Der ukrainische Präsident forderte die Wiederaufnahme der von der Regierung in Washington vermittelten trilateralen Friedensgespräche mit Russland in den kommenden drei Monaten. Er räumte jedoch ein, dass die USA dem Friedensprozess in der
Ukraine nicht viel Zeit widmeten.Gregor GrosseUkraine: Zwei Tote nach russischen AngriffenIn dem ostukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk sind nach Angaben der dortigen Behörden zwei Menschen durch russische Angriffe getötet worden. „Der Feind hat drei Bezirke der Region fast 30 Mal mit Drohnen und Artillerie angegriffen“, hieß es in einer am Freitag veröffentlichten Mitteilung der Militärverwaltung des Gebiets. Philipp von ReinersdorffSelenskyj stimmt Feuerpause zu Der ukrainische Präsident
Wolodymyr Selenskyj stimmt der vom russischen Präsidenten
Wladimir Putin angekündigten Feuerpause anlässlich der Osterfeiertage der russisch-orthodoxen Kirche zu. „Die
Ukraine hat wiederholt erklärt, dass wir zu gegenseitigen Schritten bereit sind“, schreibt Selenskyj auf Telegram. Man habe eine Waffenruhe über die Feiertage vorgeschlagen und werde entsprechend handeln. Zuvor hatte der Kreml seinen Truppen eine 32-stündige Feuerpause befohlen. Die Menschen bräuchten ein Osterfest ohne Bedrohungen, erklärt Selenskyj weiter. Russland habe zudem die Chance, auch nach Ostern auf Angriffe zu verzichten.Rebecca BoucseinPutin verkündet Oster-Waffenruhe Der russische Präsident
Wladimir Putin kündigt nach Angaben des Kreml eine zweitägige Feuerpause zum orthodoxen Osterfest an. Er erwarte von der ukrainischen Seite einen ähnlichen Schritt, teilt die Regierung in Moskau mit. „Im Zusammenhang mit dem bevorstehenden orthodoxen Osterfest wird vom 11. April um 16.00 Uhr bis zum Ende des 12. April eine Waffenruhe ausgerufen“, heißt es in der Erklärung. Man gehe davon aus, dass die
Ukraine dem russischen Beispiel folgen werde. Der ukrainische Präsident
Wolodymyr Selenskyj hatte zuletzt mehrfach eine Waffenruhe über die Osterfeiertage gefordert. Philipp von ReinersdorffRussland übergibt 1000 Soldatenleichen an UkraineRussland und die
Ukraine haben in ihrem Krieg erstmals seit Februar wieder die Leichen von Soldaten ausgetauscht. Die ukrainische Seite habe 1000 getötete Soldaten erhalten, Russland dagegen 41 Leichen, sagte der Parlamentsabgeordnete Schamsail Saralijew dem russischen Nachrichtenportal rbc.ru. Zuletzt hatten beide Seiten im Februar Überreste von Toten ausgetauscht.Der Koordinationsstab für Kriegsgefangenenbelange in Kiew bestätigte bei Telegram, dass die
Ukraine 1000 Leichname erhalten habe, die nach russischen Angaben ukrainischen Verteidigern gehören können. Die Behörde dankte dem Internationalen Roten Kreuz für Unterstützung.Gerichtsmediziner würden die Toten nun untersuchen, hieß es. So soll etwa ausgeschlossen werden, dass fälschlicherweise Leichen von russischen Soldaten übergeben wurden. „Nach der Identifizierung der Verstorbenen werden die Leichen den Familien zur würdigen Bestattung übergeben“, teilte der Stab weiter mit.Theresa WeißBriten verfolgen russische U-Boote im NordatlantikDie Briten haben nach Angaben von Verteidigungsminister John Healey in den vergangenen Wochen „verstärkte russische Aktivitäten“ im Nordatlantik beobachtet. Gemeinsam mit Verbündeten, darunter Norwegen, habe Großbritannien ein russisches Angriffs-U-Boot und zwei Spionage-U-Boote einen Monat lang verfolgt und beobachtet, sagte Healey bei einer Pressekonferenz in Westminster. Die drei U-Boote, die den Angaben nach in der Nähe von Unterseekabeln kreisten, hätten sich inzwischen wieder zurückgezogen. Die Operation der Briten sei beendet. Die U-Boote seien verfolgt worden, um „jegliche böswillige Aktivität ihrerseits zu verhindern“, erklärte Healey. Ein Kriegsschiff der Royal Navy und ein Flugzeug der Royal Air Force hätten die russischen U-Boote gemeinsam mit Verbündeten „rund um die Uhr“ überwacht. Großbritannien beobachte die Aktivitäten „in der Nähe unserer Kabel und Pipelines“, sagte der Brite an den russischen Präsidenten
Wladimir Putin gerichtet. Putin solle wissen, „dass jeder Versuch, diese zu beschädigen, nicht toleriert wird und schwerwiegende Konsequenzen haben wird“.Fabian DrahmouneUkraine: Toter und Verletzte bei russischen AngriffenBei russischen Angriffen auf die
Ukraine sind ukrainischen Angaben zufolge ein Mensch getötet und mindestens acht weitere verletzt worden. In der südlichen Region Odessa beschädigen russische Drohnen zudem ein Umspannwerk, wie die Behörden mitteilen. In der südöstlichen Region Saporischschja kam ein Mann bei einem Angriff mit Gleitbomben ums Leben. Weitere Verletzte wurden aus mehreren Regionen im Osten und Süden des Landes gemeldet.Sara WagenerUkraine könnten bald wichtige Teile für Drohnen fehlenDer
Ukraine könnten bald wichtige Mini-Turbojet-Triebwerke für ihre Drohnen fehlen. Das erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters von Waffenexperten und Vertretern von Firmen und Behörden. Europäische Hersteller fahren deshalb ihre Produktion hoch. Gleichzeitig drängen neue Anbieter auf den Markt, darunter der deutsche Drohnenbauer Quantum Systems. Das Unternehmen hat im Februar eine jetangetriebene Drohne vorgestellt, die zusammen mit Airbus entwickelt wurde.Drohnen mit Turbojet-Antrieb sind für die
Ukraine essenziell, da sie Präzisionsschläge tief in von Russland kontrolliertem Gebiet ermöglichen. Sie sind dabei schneller als propellerbetriebene Maschinen und günstiger als klassische Marschflugkörper. Die kleinen Turbojet-Antriebe haben üblicherweise weniger als 30 Zentimeter Durchmesser und bestehen aus leichten Materialien wie Titanlegierungen. Teile der Antriebe können durch 3D-Druck erstellt werden. Sara WagenerVance: Europäer tun nicht genug für Ende des UkrainekriegsUS-Vizepräsident J. D. Vance hat europäischen Staats- und Regierungschefs vorgeworfen, nicht genug für ein Ende des Ukrainekriegs zu tun. „Wir sind von vielen politischen Entscheidungsträgern in Europa enttäuscht, da sie offenbar nicht sonderlich daran interessiert sind, diesen Konflikt zu lösen“, sagte Vance am Mittwoch bei seinem Besuch in Ungarn. Es gebe zwar „erhebliche Fortschritte“ bei den Bemühungen zur Lösung des Konflikts. Dieser Konflikt sei aber der „am schwersten zu lösende“.Die „Fortschritte“ führte Vance unter anderem darauf zurück, dass Washington die Kriegsparteien dazu gebracht habe, ihre jeweiligen Positionen darzulegen. Im Laufe der Zeit hätten sich die Positionen Moskaus und Kiews „immer weiter angenähert“. Das Ziel sei zwar „noch nicht erreicht“, er sei aber „optimistisch“, sagte Vance. „Denn der Krieg ergibt grundsätzlich keinen Sinn mehr.“Zum jetzigen Zeitpunkt werde „um ein paar Quadratkilometer Territorium in die eine oder andere Richtung gefeilscht“. Es sei aber fragwürdig, dass dafür „Hunderttausende weiterer junger russischer und ukrainischer Männer geopfert“ werden müssten. Auch sei es fraglich, ob „weitere Monate oder sogar Jahre mit höheren Energiepreisen und wirtschaftlichen Schäden in Kauf“ genommen werden müssten. Leonie FeuerbachTote in der
Ukraine bei russischen DrohnenangriffenBei russischen Angriffen sind mindestens zwei Menschen in der
Ukraine getötet worden. Im nordostukrainischen Gebiet Sumy kam Militärgouverneur Oleh Hryhorow zufolge ein 42-Jähriger in der Gemeinde Romny ums Leben. Russlands Militär habe ein Wohnhaus getroffen, vermutlich mit einer Drohne, schrieb Hryhorow bei Telegram. Die Familie des Mannes sei verletzt worden.Im Kreis Saporischschja im Südosten des Landes griff Russlands Armee laut Gouverneur Iwan Fedorow mit Gleitbomben an. Mehrere Wohnhäuser und andere Gebäude sind demnach im Dorf Balabyne zerstört worden. Unter den Trümmern eines der Häuser sei die Leiche einer Person gefunden worden, schrieb Fedorow. Eine 47-Jährige sei bei einem Angriff auf die Stadt Saporischschja verletzt worden.Mehr ladenTickarooLive Blog Software