NEWSAR
Multi-perspective news intelligence
SRCFAZ
LANGDE
LEANCenter-Right
WORDS767
ENT9
MON · 2026-04-13 · 10:50 GMTBRIEF NSR-2026-0413-65682
News/Bundestag: Haben sich AfD-Abgeordnete du/Wut auf Leo XIV.: Trump will keinen Papst, der es wagt, ihn …
NSR-2026-0413-65682News Report·DE·Conflict

Wut auf Leo XIV.: Trump will keinen Papst, der es wagt, ihn zu kritisieren

Donald Trump hat Papst Leo XIV. öffentlich kritisiert und behauptet, dieser wäre ohne Trumps Präsidentschaft nicht im Vatikan.

Matthias Rüb, RomFAZFiled 2026-04-13 · 10:50 GMTLean · Center-RightRead · 4 min
Wut auf Leo XIV.: Trump will keinen Papst, der es wagt, ihn zu kritisieren
FAZFIG 01
Reading time
4min
Word count
767words
Sources cited
2cited
Entities identified
9entities
Quality score
100%
§ 01

Briefing Summary

AI-generated
NEWSAR · AI

Donald Trump hat Papst Leo XIV. öffentlich kritisiert und behauptet, dieser wäre ohne Trumps Präsidentschaft nicht im Vatikan. Trump äußerte sich auf seiner Plattform Truth Social und warf dem Papst vor, Kriege zu verurteilen und ihn, Trump, zu kritisieren. Er wolle keinen Papst, der Irans Atomwaffenbesitz toleriere oder Amerikas Vorgehen in Venezuela ablehne. Papst Leo XIV. wies die Kritik zurück und betonte, seine Friedensappelle seien nicht als Angriff gemeint. Er erklärte auf dem Flug nach Algerien, er habe keine Angst vor der Trump-Regierung und lade alle ein, Brücken für Frieden zu bauen. Zuvor hatte der Papst bei einer Gebetsvigil im Petersdom ein Ende der Kriege gefordert und die Verletzung des Völkerrechts angeprangert.

Confidence 0.90Sources 2Claims 5Entities 9
§ 02

Article analysis

Model · rule-based
Framing
Conflict
Political Strategy
Tone
Mixed Tone
AI-assessed
CalmNeutralAlarmist
Factuality
0.70 / 1.00
Factual
LowHigh
Sources cited
2
Limited
FewMany
§ 03

Key claims

5 extracted
01

Trump described Pope Leo XIV as 'weak on crime and a disaster on foreign policy'.

quoteDonald Trump
Confidence
1.00
02

Pope Leo XIV criticized Trump's threat to 'obliterate' civilians in Iran as 'unacceptable'.

quotePope Leo XIV
Confidence
1.00
03

Trump said he doesn't want a Pope who is okay with Iran having nuclear weapons.

quoteDonald Trump
Confidence
1.00
04

Pope Leo XIV stated he is not afraid of the Trump administration.

quotePope Leo XIV
Confidence
1.00
05

Trump claims Pope Leo XIV would not be in the Vatican if Trump wasn't in the White House.

quoteDonald Trump
Confidence
1.00
§ 04

Full report

4 min read · 767 words
US-Präsident Donald Trump rechnet mit seinem Landsmann Leo XIV. ab: Wäre ich nicht im Weißen Haus, wäre er nicht im Vatikan. Der Past kontert: „Ich habe keine Angst vor der Trump-Regierung.“Der Kern eines wohl beispiellosen rhetorischen Angriffs eines amerikanischen Präsidenten auf einen amtierenden Papst bezog sich auf den Irankrieg: „Ich will keinen Papst, der es okay findet, dass Iran Atomwaffen besitzt“, schrieb Donald Trump in einem Beitrag am Montagmorgen auf seiner Plattform Truth Social. Er wolle auch keinen Papst, der es verwerflich finde, dass Amerika Venezuela angegriffen hat. Zusammenfassend stellte Trump fest: „Und ich will keinen Papst, der den Präsidenten der Vereinigten Staaten kritisiert.“„Ich tue genau das, wofür ich mit überwältigender Mehrheit gewählt wurde: einen Rekordtiefstand bei der Kriminalität und die historisch höchsten Werte an den Aktienmärkten“, so Trump weiter. Statt ihn, also Trump, zu kritisieren, sollte Leo ihm „dankbar sein“. Denn aus Robert Francis Prevost aus Chicago habe nur deshalb Papst Leo XIV. werden können, „weil er Amerikaner ist und man glaubte, dies sei der beste Weg, mit Präsident Donald J. Trump umzugehen. Wäre ich nicht im Weißen Haus, wäre Leo nicht im Vatikan“, so Trump.Papst Leo XIV. wies die scharfe Kritik von Trump an seinen eindringlichen Appellen für ein Ende der Kriege in aller Welt nur kurze Zeit später zurück. „Was ich sage, ist keineswegs als Angriff auf irgendjemanden gemeint“, sagte Leo am Montag auf dem Flug nach Algerien, der ersten Station seiner Afrikareise. „Ich bin kein Politiker. Ich lade alle Menschen dazu ein, Brücken für Frieden und Versöhnung zu bauen und nach Wegen zu suchen, um Krieg zu vermeiden.“ Im Übrigen habe er „keine Angst vor der Trump-Regierung“, sagte der Papst vor den mitreisenden Journalisten.Trump drohte, Zivilisten in Iran „auszulöschen“Leo XIV. hatte in seinen Predigten seit Ostern und namentlich bei einer Gebetsvigil am Samstagabend im Petersdom eindringlich ein Ende der Kriege gefordert. „Schluss mit der Selbstvergötterung und mit der Vergötzung des Geldes! Schluss mit der Zurschaustellung von Macht! Schluss mit dem Krieg!“, sagte der Papst auf dem Petersplatz und im Petersdom vor 11.000 Gläubigen. Außerdem prangerte er die „fortwährenden Verletzungen des Völkerrechts“ an. Zuvor hatte der Papst, ohne den Präsidenten oder sein Heimatland USA zu erwähnen, die Menschen aufgefordert, sie sollten sich mit ihrem Friedenswunsch an ihre „Kongressabgeordneten“ wenden. Die Drohung Trumps, er werde im Krieg gegen Iran „eine ganze Zivilisation auslöschen“, sollte Teheran nicht zu Kompromissen bereit sein, nannte der Papst „inakzeptabel“.Donald Trump ließ in dem Beitrag am Montag kein gutes Haar an Leo XIV. Der Papst sei „schwach in Sachen Kriminalität und außenpolitisch eine Katastrophe“, heißt es. Dann folgte eine Abrechnung mit der katholischen Kirche und anderen christlichen Organisationen wegen deren Rolle zu Zeiten der Covid-Pandemie: Sie hätten sich nicht zur Wehr gesetzt, als Priester und Pastoren verhaftet wurden, weil sie unter Verstoß gegen Lockdown-Bestimmungen Gottesdienste abhielten.Weiter schreibt Trump über den Papst, der 1955 als jüngster von drei Brüdern der erzkatholischen Familie Prevost in Chicago geboren wurde: „Ich mag seinen Bruder Louis viel lieber als ihn, weil Louis ein überzeugter Anhänger von MAGA ist. Er versteht es, Leo aber nicht!“Kritik an Privataudienz des PapstesAbschließend wiederholte Trump sein Missfallen über Leos „Nachgiebigkeit in der Kriminalitätsbekämpfung und in der Atomwaffenfrage“ und fügte hinzu, was vermutlich das Fass zum Überlaufen gebracht hatte. Ihm habe außerdem nicht gefallen, so Trump, dass sich Leo „mit Obama-Sympathisanten wie David Axelrod“ getroffen habe, „einem Verlierer der Linken“. Statt sich „der radikalen Linken anzubiedern“, solle Leo „Vernunft walten lassen und sich darauf konzentrieren, ein großartiger Papst zu sein, kein Politiker“. Denn dies „schadet ihm sehr und, noch wichtiger, es schadet der katholischen Kirche“.Tatsächlich ist David Axeldrod, der am vergangenen Donnerstag von Papst Leo XIV. in Privataudienz empfangen wurde, nicht bloß ein „Obama-Sympathisant“, wie Trump schreibt. Axelrod, ein sehr einflussreicher Spindoctor, hat den Politiker Barack Obama aus Chicago zur erfolgreichen Präsidentenwahl verholfen. Er und Obama lernten sich 1992 kennen. Er unterstützte mit seinem einflussreichen Beratungsunternehmen „Axelrod & Associates“ Obama 2004 maßgeblich dabei, für den Bundesstaat Illinois in den Washingtoner Senat gewählt zu werden. Axelrod entschied sich auch 2008 dafür, im Präsidentschaftswahlkampf der Demokraten den talentierten Jungsenator aus Chicago zu unterstützen statt seiner langjährigen Klientin Hillary Clinton, ihrerseits zu diesem Zeitpunkt Seniorsenatorin aus dem Bundesstaat New York.In dem aktuellen Konflikt geht es auch um den Einfluss auf die 52 Millionen Katholiken in den USA – Kinder und Jugendliche dazugerechnet, sind es sogar 77 Millionen – und deren potentielle Wahlentscheidung. Das Pew Research Center hat ermittelt, dass der Anteil der Katholiken, die Trump unterstützen, von 51 Prozent im vergangenen Jahr auf jetzt 46 Prozent zurückgegangen ist. Und bei den allgemeinen Zustimmungswerten unter Katholiken liegt Papst Leo XIV. ganze 34 Prozentpunkte vor Präsident Trump.
§ 05

Entities

9 identified
§ 06

Keywords & salience

8 terms
papst leo xiv.
1.00
donald trump
1.00
kritik
0.80
irankrieg
0.70
frieden
0.60
krieg vermeiden
0.50
vatikan
0.40
trump-regierung
0.40
§ 07

Topic connections

Interactive graph
Network visualization showing 49 related topics
View Full Graph
Person Organization Location Event|Click node to navigate|Edge numbers = shared articles