„Massiv asymmetrisch“ – Warum Orbán längst nicht geschlagen ist
Der Artikel analysiert, warum Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán trotz wachsender Opposition durch Péter Magyar weiterhin im Amt bleiben könnte. Ungarns Wahlsystem, das seit 2011 in Kraft ist, begünstigt die stärkste Partei durch ein "Winner-takes-all"-Prinzip. 106 von 199 Parlamentsmandaten werden in Direktwahlkreisen vergeben, wo eine einfache Mehrheit genügt. Zusätzlich werden dem Gewinner eines Wahlkreises Bonusstimmen für die Landesliste gutgeschrieben, was die Parlamentsmehrheit der dominanten Partei überproportional aufbläht. Wahlexperten bezeichnen das System als "massiv asymmetrisch", da es darauf ausgelegt ist, Herausforderer strukturell zu benachteiligen. Orbáns Fidesz-Partei hat dieses System seit 2010 genutzt, um bei den letzten vier Wahlen jeweils die Mehrheit zu erringen.