Schwarzfahren: Union gegen Entkriminalisierungs-Plan des Justizministeriums
Die CDU/CSU lehnt den Plan des Justizministeriums zur Entkriminalisierung des Schwarzfahrens ab. Politiker der Union argumentieren, dass dies die Kosten für ehrliche Fahrgäste erhöhen würde. Justizministerin Hubig hatte angeregt, die Strafbarkeit zu überdenken, da Menschen ohne Ticket oft mit Ersatzfreiheitsstrafen ins Gefängnis kommen. Der Deutsche Anwaltverein (DAV) unterstützt die Entkriminalisierung und verweist auf jährliche Kosten von 200 Millionen Euro für Verfahren und Haftstrafen. Auch die Linke fordert seit Jahren die Abschaffung des Straftatbestands und plädiert für günstigere Ticketpreise, um Schwarzfahren zu reduzieren. Derzeit gilt Schwarzfahren als Straftat nach § 265a, und wer Geldstrafen nicht zahlt, riskiert eine Haftstrafe, was jährlich etwa 7.000 bis 9.000 Menschen betrifft.