Britischer Premierminister besucht Region +++ Trump wiederholt Kritik an NATO-Partnern +++ Macron verurteilt Israels Angriffe in Libanon +++ alle Entwicklungen im LiveblogStarmer will Zusammenarbeit mit Saudi-Arabien stärkenDer britische Premierminister
Keir Starmer ist in den Golfstaaten unterwegs, um deren Bindungen mit Großbritannien zu verstärken. Starmer erinnerte nach einer Begegnung mit dem saudischen Kronprinzen
Mohammed Bin Salman daran, dass britische Streitkräfte, unter anderem mit Hilfe ihres Luftabwehrsystems Sky Sabre (Luftsäbel), in den vergangenen Wochen Saudi-Arabien gegen iranische Angriffe verteidigt hätten. In einer Mitteilung Starmers hieß es, er habe mit dem saudischen Kronprinzen darüber beraten, wie die Kooperation zur gegenseitigen Stärkung militärischer Sicherheit weiter verstärkt und allgemein die wirtschaftliche Zusammenarbeit weiter vertieft werden könne. Starmer besucht auf seiner Reise auch einige der gegenwärtig rund 1000 in der Region stationierten britischen Soldaten. Am Donnerstag reiste er von
Jeddah zunächst nach
Abu Dhabi weiter.Starmer machte deutlich, dass seine Regierung auch an den Plänen festhält, eine internationale Allianz zu schmieden, welche die freie Passage durch die Straße von Hormus gewährleisten soll. Er gab an, es würden die Planungen fortgesetzt, mit welchen Maßnahmen der Schifffahrt das Vertrauen vermittelt werden könne, die Meerenge wieder zu passieren.Theresa WeißAlabali Radovan fordert Ausweitung der Waffenruhe auf LibanonEntwicklungsministerin
Reem Alabali Radovan drängt
Israel, die Angriffe in Libanon einzustellen – auch um die Waffenruhe im Irankrieg nicht zu gefährden. „Diese Waffenruhe verliert ihre Glaubwürdigkeit, wenn der Libanon weiter unter Beschuss steht“, teilt die SPD-Politikerin mit. „Während international von Deeskalation gesprochen wird, gehen die israelischen Angriffe im Libanon unvermindert weiter – mit verheerenden Folgen für die Zivilbevölkerung“, fügt sie hinzu. Dass die Waffenruhe offenbar nicht für den Libanon gelten solle, sei ein gefährlicher Widerspruch. „Diese neue Welle von Angriffen verurteile ich aufs Schärfste. Es sind vor allem Zivilisten, die dafür mit ihrem Leben bezahlen – und die ohnehin fragile Waffenruhe wird weiter untergraben“, sagt Radovan. Theresa WeißTrauerfeiern für Ali Chamenei In der iranischen Hauptstadt
Teheran haben sich Regierungsanhänger zu Trauerfeiern für den im Krieg getöteten Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei versammelt. Der staatliche Rundfunk zeigte Bilder aus dem Stadtzentrum der Millionenmetropole, wo Menschenmassen um ihn trauerten. Die Zeremonien fallen mit dem Ende der vierzigtägigen Trauerzeit zusammen, die im schiitischen Islam Tradition hat. Den Beginn der Umzüge in
Teheran um 9.40 Uhr (Ortszeit) wählten die Organisatoren bewusst. Es war der Zeitpunkt, als am 28. Februar
Israel Chameneis Amtssitz in
Teheran bombardierte.Morgen ist für Chamenei ein Freitagsgebet in
Teheran geplant. Noch ist unklar, wer es leiten soll. Sein Sohn und Nachfolger Modschtaba hat sich seit seiner Wahl zum neuen Staatsoberhaupt nicht öffentlich gezeigt. Zudem gibt es Spekulationen über seinen Gesundheitszustand, von schweren Verletzungen ist die Rede.Unklar bleibt auch, wann Chamenei beerdigt wird. Offiziell soll der frühere Religionsführer, der den
Iran mit harter Hand regiert hat, in seiner Heimatstadt Maschhad im Nordosten begraben werden. Theresa WeißVereinigtes Königreich fordert „Freiheit der Meere“Großbritannien fordert eine gebührenfreie Schifffahrt durch die Straße von Hormus. „Die grundlegenden Freiheiten der Meere dürfen nicht einseitig entzogen oder an einzelne Bieter verkauft werden“, sagt Außenministerin Yvette Cooper laut vorab veröffentlichten Auszügen aus einer Rede. Damit stellt sie sich den Bestrebungen Irans entgegen, die Meerenge zu kontrollieren und künftig Gebühren für die Durchfahrt zu erheben. Vor dem Krieg der USA und Israels gegen den
Iran galt die Meerenge formell als internationales Gewässer. Etwa ein Fünftel des weltweiten Öls und Gases wird durch die Wasserstraße transportiert.Es dürfe keinen Platz für Mautgebühren auf einer internationalen Wasserstraße geben, sagt Cooper. Zudem schließt sich Cooper der Forderung an, die zweiwöchige Waffenruhe auf Libanon auszuweiten.
Israel hat zuletzt seine bislang schwersten Angriffe auf die vom
Iran unterstützte Hizbullah-Miliz in Libanon geflogen. Theresa WeißVerhandler reisen heute nach IslamabadDie iranische Delegation für Gespräche zur Beendigung des Krieges mit den USA und
Israel wird dem Botschafter in Pakistan zufolge noch am Donnerstagabend in der Hauptstadt Islamabad eintreffen. „Trotz der Skepsis in der iranischen Öffentlichkeit aufgrund wiederholter Verstöße gegen die Waffenruhe durch das israelische Regime ... trifft die iranische Delegation heute Abend in Islamabad ein, um ernsthafte Gespräche auf der Grundlage der vom
Iran vorgeschlagenen zehn Punkte zu führen“, teilt Botschafter Resa Amiri Moghadam auf X. Fabian DrahmouneTrump: US-Militär bleibt rund um
Iran stationiertUS-Präsident Donald Trump hat
Iran mit einer neuen militärischen Eskalation gedroht, falls
Teheran sich nicht komplett an das Waffenruheabkommen halten sollte. Die Schiffe, Flugzeuge und Soldaten des US-Militärs würden, gegebenenfalls auch mit zusätzlicher Ausrüstung, rund um
Iran stationiert bleiben, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Dies gelte, bis das „erzielte wirkliche Abkommen vollständig eingehalten wird“. Es werde alles bereitgehalten, was für die „Vernichtung“ eines bereits geschwächten Gegners notwendig sei, schrieb er weiter.Sollte dies nicht geschehen, werde es zu deutlich stärkeren militärischen Maßnahmen kommen. Dann beginne das „Schießen“ – „größer, besser und stärker“ als je zuvor, warnte Trump. Er bezeichnete dieses Szenario gleichzeitig als „höchst unwahrscheinlich“. Die befristete zweiwöchige Waffenruhe soll den Konfliktparteien Zeit geben, ein umfassendes Abkommen für eine Beilegung des Konflikts auszuhandeln. Trump wiederholte in seinem Post zentrale Forderungen der USA:
Iran dürfe keine Atomwaffen haben, zudem müsse die Straße von Hormus „offen und sicher“ sein. Trump erklärte zudem, das US-Militär rüste weiter auf und freue sich bereits auf eine „auf seine nächste Eroberung“.Fabian DrahmouneGuterres: Israels Angriffe in Libanon gefährden Waffenruhe im IrankriegDie massiven israelischen Angriffe in Libanon gefährden nach Auffassung von UN-Generalsekretär António Guterres die am Dienstag vereinbarte Waffenruhe zwischen den USA und
Iran. „Die anhaltenden militärischen Aktivitäten im Libanon stellen eine ernsthafte Gefahr für die Waffenruhe und die Bemühungen um einen dauerhaften und umfassenden Frieden in der Region dar", erklärte Guterres' Sprecher am Mittwoch (Ortszeit).Guterres unterstrich demnach seinen Aufruf an alle Kriegsparteien, „die Kampfhandlungen unverzüglich einzustellen". Es gebe keine militärische Lösung für den Konflikt. Der UN-Generalsekretär „verurteilt den Verlust von Menschenleben unter Zivilisten aufs Schärfste und ist zutiefst beunruhigt über die steigende Zahl ziviler Opfer", erklärte Guterres' Sprecher.Fabian DrahmouneChina zu Waffenstillstand: „Kein Frieden, sondern eine Gelegenheit“Chinesische Staatsmedien fordern, das „schmale Fenster“ des zweiwöchigen Waffenstillstands zwischen den USA und
Iran für Friedensverhandlungen zu nutzen. Die Feuerpause sei „kein Frieden, sondern eine Gelegenheit“, kommentierte die staatliche Zeitung „China Daily“. Die Versuchung, die Pause militärisch zur Neuaufstellung zu nutzen, sei groß. Bei falschen Entscheidungen drohe eine viel längere und schädlichere Krise.Die von der Kommunistischen Partei kontrollierte „Global Times“ schrieb, die US-Truppen stünden bereit weiterzukämpfen, auf iranischer Seite hätten die Soldaten weiter „die Finger am Abzug“. Sollten die Verhandlungen nur zum Zeitschinden genutzt werden, könne der Konflikt jederzeit wieder eskalieren.Zugleich wurden Chinas eigene Vermittlungsbemühungen herausgestellt. Peking habe seit Ausbruch des Konflikts intensive Diplomatie betrieben und werde weiterhin eine konstruktive Rolle spielen, hieß esFabian DrahmouneHizbullah-Miliz meldet Angriffe auf IsraelNach den verheerenden israelischen Luftangriffen in Libanon schwört die von
Iran unterstützte Hizbullah-Miliz eine Fortsetzung ihrer Angriffe gegen
Israel. In Reaktion auf Israels „Verstoß gegen die Waffenruhe“ sei in der Nacht der Kibbuz Manara im Norden Israels beschossen worden, hieß es in einer Erklärung der Schiiten-Miliz. Die Gegenangriffe auf
Israel würden so lange fortgesetzt, bis die israelisch-amerikanische Aggression aufhöre. Bei den israelischen Luftangriffen in Libanon wurden nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mindestens 182 Menschen getötet.Trotz der im
Iran-Krieg zwischen den USA und
Iran vereinbarten zweiwöchigen Waffenruhe will
Israel seine Angriffe auf die Hizbullah-Miliz fortsetzen. Anders als
Iran sehen die USA Libanon nicht in der vereinbarten zweiwöchigen Waffenruhe inbegriffen.
Iran erwägt nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Fars nun wegen Israels andauernder Angriffe auf die Hizbullah aus der Feuerpause auszusteigen.Fabian DrahmouneTrump wiederholt nach Treffen mit Rutte Kritik an NATOUS-Präsident Donald Trump hat den NATO-Partnern abermals mangelnde Unterstützung für den Krieg gegen
Iran vorgeworfen und dabei auch wieder den Streit um Grönland thematisiert. „Die NATO war nicht da, als wir sie brauchten, und sie wird auch nicht da sein, wenn wir sie wieder brauchen“, schrieb er in Großbuchstaben auf seiner Plattform Truth Social nach einem Treffen mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte. Die Verbündeten sollten sich an Grönland erinnern, das er als „großes, schlecht verwaltetes Stück Eis“ bezeichnete. Die Arktisinsel, die sich Trump noch Anfang des Jahres für die USA einverleiben wollte, gehört zum Gebiet des NATO-Partners Dänemark.Trump hatte die NATO-Verbündeten unter anderem aufgefordert, die USA bei der Sicherung der Straße von Hormus zu unterstützen. Diese hielten sich allerdings angesichts der laufenden Kampfhandlungen mit Zusagen zurück. Fabian DrahmouneGriechenland: Gebühr für Hormus-Passage „völlig inakzeptabel“Der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis fordert nach Ende des Irankrieges einen gebührenfreien und sicheren Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus. „Ich glaube nicht, dass die internationale Gemeinschaft bereit wäre zu akzeptieren, dass
Iran für jedes Schiff, das die Straße von Hormus durchquert, eine Mautstelle einrichtet“, sagte er dem US-Fernsehsender CNN. „Das erscheint mir völlig inakzeptabel.“ Griechenland verfügt über eine der weltweit größten Handelsflotten gemessen an der Frachttransportkapazität. Nachdem die USA und
Israel am 28. Februar den Krieg gegen
Iran begonnen hatten, hatte
Teheran mit Attacken und Drohungen die Schifffahrt durch die Straße von Hormus nahezu zum Erliegen gebracht. Mit Blick auf die anstehenden Verhandlungen mit den USA im Rahmen der vereinbarten Waffenruhe hat
Teheran vorgeschlagen, für eine sichere Durchfahrt durch die Meerenge Gebühren für Schiffe zu erheben.Mitsotakis sagte CNN, dass ein separates internationales Abkommen bezüglich der Meerenge möglicherweise notwendig sei. Dieses dürfe aber keine Gebühr für Schiffspassagen beinhalten. „Damit würden wir einen äußerst gefährlichen Präzedenzfall für die Freiheit der Schifffahrt schaffen“, warnte Mitsotakis.Fabian DrahmouneStraße von Hormus:
Iran warnt vor Seeminen – verweist auf alternative SchiffsroutenAufgrund der Gefahr durch mögliche Seeminen in der Straße von Hormus hat die Marine der iranischen Revolutionsgarden auf zwei alternative Routen entlang der iranischen Küste verwiesen. „Alle Schiffe, die beabsichtigen, die Straße von Hormus zu passieren", sollten „zum Schutz vor möglichen Kollisionen mit Seeminen alternative Routen" nutzen, hieß es in einer von iranischen Medien am Donnerstag veröffentlichten Erklärung der Revolutionsgarden. In der Erklärung wurden Anweisungen für eine alternative Ein- und Ausfahrt durch die Meerenge mitgeteilt. Die Routen verlaufen demnach südlich und nördlich der Insel Larak. Um aus dem Arabischen Meer in den Golf einzufahren, müssen Schiffe zwischen der iranischen Küste und Larak hindurchfahren. Die Schifffahrtszeitschrift „Lloyd’s List" hat diese Passage als „Teheraner Mautstelle" bezeichnet. Die Ausfahrtsroute aus dem Golf verläuft südlich der Insel und vermeidet die übliche Route, die näher an der omanischen Küste entlangführt.Fabian DrahmouneRutte: Trump ist „eindeutig enttäuscht“ über NATONATO-Generalsekretär Mark Rutte hat die Kritik von Bündnispartnern am Krieg von US-Präsident Donald Trump gegen
Iran heruntergespielt. Er verneinte im Gespräch des US-Senders CNN die Frage, ob es unter den Verbündeten die vorherrschende Meinung gebe, dass der Krieg völkerrechtlich illegal sei. „Die NATO hat stets den Standpunkt vertreten, dass die Schwächung der atomaren Fähigkeiten und ballistischen Raketen von entscheidender Bedeutung ist“, sagte Rutte mit Blick auf
Iran.Rutte hatte sich kurz zuvor mit Trump im Weißen Haus getroffen. Er bezeichnete das Treffen als „sehr offene Diskussion zwischen zwei Freunden“. Trump habe sich „eindeutig enttäuscht“ über das transatlantische Bündnis und mehrere Partnerstaaten gezeigt. Ob und in welchem Umfang ein möglicher Austritt der Vereinigten Staaten aus dem Verteidigungsbündnis thematisiert wurde, sagte Rutte nicht. Fabian DrahmouneIran: Straße von Hormus nur nach Abstimmung passierenDie iranische Hafenbehörde hat Schiffen davon abgeraten, ohne vorherige Abstimmung mit den iranischen Revolutionsgarden die Straße von Hormus zu passieren. Die Behörde verwies in einer Mitteilung, die unter anderem über den staatlichen Nachrichtenkanal Khabar-Fouri und den Staatssender IRIB verbreitet wurde, auf die Gefahr von Minen in der wichtigen Meerenge nach Wochen des Krieges.Zuvor hatte die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtet,
Iran habe den Schiffsverkehr durch die wichtige Meerenge aus Protest über die israelischen Angriffe in Libanon wieder eingestellt. Nach Angaben von Fars passierten nur zwei Öltanker die Straße von Hormus seit Beginn der Waffenruhe.Fabian DrahmouneBahrain öffnet Luftraum wiederNach der Vereinbarung einer zweiwöchigen Feuerpause zwischen Washington und
Teheran im Irankrieg haben die Behörden in Bahrain den Luftraum des Landes wieder geöffnet. Die zivile Luftfahrtbehörde habe „die Wiedereröffnung des Luftraums über dem Königreich Bahrain bekanntgegeben", berichtete die staatliche bahrainische Nachrichtenagentur am Mittwoch. Zuvor war bereits im Irak der Luftraum wiedereröffnet worden.Der Betreiber des internationalen Flughafens von Bahrain nahe der Hauptstadt Manama habe „die schrittweise Wiederaufnahme der Flüge bestätigt", berichtete die staatliche bahrainische Nachrichtenagentur weiter. Zudem werde daran gearbeitet, „die effiziente und reibungslose Rückkehr der operativen Aktivitäten sicherzustellen und gleichzeitig die Sicherheit und den Schutz der Reisenden zu gewährleisten".Mehr ladenTickarooLive Blog Software