NIklas Webers „Passagiere“: Die verdrängte Seite der Eisenbahn
Niklas Webers preisgekrönte Studie "Passagiere" untersucht die gesellschaftlichen Auswirkungen der Eisenbahn im 19. Jahrhundert. Die Arbeit beleuchtet, wie die Eisenbahn als "Gesellschaftsmaschine" fungierte, die Menschen verband, aber auch soziale Ungleichheiten verstärkte. Fahrgäste wurden nach Klasse, Geschlecht und "Rasse" getrennt, was zu Diskriminierung führte. Weber zeigt auch, wie sich die Sprache der Eisenbahn durch völkische Sprachpolitik veränderte. Die Studie bietet somit neue Einblicke in die kulturellen und politischen Dimensionen des Bahnreisens und dessen Einfluss auf die soziale Ordnung.