Pakistan treibt seine Anstrengungen für eine Vermittlung im
Iran-Krieg voran: Regierungschef
Sharif telefonierte mit dem iranischen Präsidenten
Peseschkian. Unterdessen hat ein weiteres US-Angriffsschiff die Region erreicht. Im Krieg zwischen
Iran,
Israel und den USA bemüht sich die pakistanische Regierung weiter zu vermitteln. Morgen sollen die Außenminister Ägyptens, Saudi-Arabiens und der Türkei zu zweitägigen Beratungen in Pakistans Hauptstadt
Islamabad zusammenkommen. Details über die Agenda des Treffens sind bisher nicht bekannt. Das ägyptische Außenministerium teilte aber mit, im Mittelpunkt der Gespräche stünde unter anderem die jüngste Eskalation in der Region. Auch der Sondergesandte der US-Regierung,
Steve Witkoff, hatte Gespräche mit
Iran noch in dieser Woche in Aussicht gestellt. Straße von Hormus für pakistanische Schiffe geöffnet Vor den morgigen Gesprächen telefonierte der pakistanische Regierungschef
Sharif mit dem iranischen Präsidenten
Peseschkian. Das Gespräch soll eine Stunde gedauert haben. Scharif verurteilte darin Luftangriffe auf zivile und wirtschaftliche Infrastruktur in
Iran. Zudem habe man über Pakistans diplomatische Kontakte mit den USA und den Golfstaaten gesprochen. Weitere konkrete Ergebnisse des Gesprächs sind nicht bekannt.
Iran erlaubt aber nach pakistanischen Angaben ab jetzt die Durchfahrt von 20 weiteren Schiffen unter pakistanischer Flagge durch die Straße von Hormus. Wie der pakistanische Außenminister Ishaq Dar mitteilte, dürfen künftig zwei dieser Schiffe pro Tag die Meerenge passieren. Vier Wochen nach Beginn der Kämpfe in
Iran sind die militant-islamistische Huthi-Miliz in den Krieg eingetreten. Die jemenitischen Milizen reklamierten einen Raketenangriff auf
Israel in den frühen Morgenstunden für sich. Ein Huthi-Sprecher erklärte, dieser habe sich gegen sensible israelische Militäreinrichtungen gerichtet. Die Rakete wurde Medienberichten zufolge abgefangen, Verletzte oder Schäden hat es demnach nicht gegeben. Das Wall Street Journal berichtete am Abend über einen weiteren Raketenangriff der Huthi auf
Israel, der demnach ebenfalls abgefangen wurde. Das amphibische Angriffsschiff "USS Tripoli" der US-Marine ist derweil in der Golfregion eingetroffen. Das normalerweise in Japan stationierte Schiff sei gestern in der Region angekommen, teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Militärkommando Centcom im Onlinedienst X mit. Die "USS Tripoli" sei das Flaggschiff eines Kontingents von "etwa 3500" Marineinfanteristen und Matrosen, erklärte Centcom. Zu der Gruppe gehörten auch "Transport- und Kampfflugzeuge sowie Ausrüstung für amphibische Angriffe", hieß es weiter. Die Verlegung des Schiffes schürt Spekulationen über einen möglichen Einsatz von US-Bodentruppen im
Iran-Krieg. US-Außenminister Marco Rubio hatte am Freitag erklärt, Washington könne seine Ziele im
Iran auch ohne den Einsatz von Bodentruppen erreichen. US-Präsident Donald Trump hält sich bei dem Thema dagegen seit Wochen bedeckt. Mehrere US-Medien berichteten, der Präsident erwäge die Entsendung von mindestens 10.000 Soldaten an den Golf. In den vergangenen Stunden hat die israelische Armee nach eigenen Angaben erneut Ziele der iranischen Führung in der Hauptstadt Teheran angegriffen. Eine weitere Angriffswelle sei abgeschlossen worden, teilte das Militär mit. Dabei seien Entwicklungs- und Produktionsstätten für verschiedene Waffensysteme und Luftabwehrsysteme getroffen worden. Unter den angegriffenen Zielen war dem israelischen Militär zufolge auch das Hauptquartier der iranischen Organisation der Marineindustrien. Die Institution ist unter anderem für die Entwicklung und Konstruktion von Kriegsschiffen und U-Booten zuständig. Aus
Israel werden auch neue Raketenangriffe aus
Iran gemeldet, in mehreren Regionen im Süden des Landes gab es am Nachmittag Raketenalarm. Iranische Geschosse schlugen Medienberichten zufolge im Gebiet der Rot-Meer-Hafenstadt Eilat ein.