PfadnavigationHomePolitikAuslandArtikeltyp:LivetickerKrieg in NahostSaudi-Arabien meldet wieder volle Förderkapazität der Ost-West-ÖlpipelineStand: 11:32 UhrLesedauer: 9 MinutenBei den Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem
Iran ist nach Angaben von US-Vizepräsident J.D. Vance keine Einigung erzielt worden. WELT-Reporter Steffen Schwarzkopf berichtet.Während des Kriegs zwischen
Iran und USA war die wichtige Ost-West-Ölpipeline in Saudi-Arabien angegriffen worden. Derweil äußert sich
Iran dazu, warum die Gespräche gescheitert sind. Mehr im Liveticker.Am 28. Februar begannen die USA und
Israel, den
Iran anzugreifen. Führungsfiguren des Regimes in Teheran wurden ausgeschaltet. An der Staatsspitze folgte Modschtaba Chamenei auf seinen getöteten Vater Ajatollah Ali Chamenei. Die iranischen Streitkräfte und Revolutionsgarden nahmen
Israel und die Golfstaaten unter Beschuss und blockierten weitgehend die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft. Nun einigten sich die USA und der
Iran auf eine zweiwöchige Waffenruhe.Alle Ereignisse rund um den Krieg in Nahost im Liveticker:11:28 Uhr – Iranischer Verhandlungschef dankt PakistanDer
Iran hat nach den Worten von Parlamentspräsident
Mohammed Baker Kalibaf den USA bei den Gesprächen in Islamabad „zukunftsweisende Initiativen“ unterbreitet. „Die USA haben die Logik und die Prinzipien des Irans verstanden“, schreibt Kalibaf auf der Online-Plattform X. „Es ist an der Zeit, dass sie entscheiden, ob sie unser Vertrauen verdienen können oder nicht.“ In dieser Runde der Verhandlungen in
Pakistan hätten die USA allerdings nicht das Vertrauen der iranischen Delegation gewonnen. Kalibaf dankte dem Nachbarland
Pakistan für seine Bemühungen, den Verhandlungsprozess zu erleichtern. Er führte zusammen mit Außenminister Abbas Araghtschi die iranische Delegation an. An der Spitze der US-Delegation stand Vizepräsident
JD Vance.10:28 Uhr – Zwei Dinge führten angeblich zum Scheitern der GesprächeDie Gespräche in
Pakistan zwischen
Iran und den USA sind laut Teheran an zwei zentralen Streitpunkten gescheitert, bei denen die Positionen „zu weit auseinander“ lagen, sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums,
Ismail Baghai, dem Staatssender Irib. Welche das waren, ließ Baghai offen. Verhandelt wurde nach seinen Angaben über die Straße von Hormus, die Atomfrage, Sanktionen, Reparationen und ein Kriegsende. Für die USA stehen vor allem die Verhinderung einer iranischen Atombombe und die Öffnung der wichtigen Ölroute im Fokus.Weitere Gespräche schloss Baghai nicht aus: Diplomatie „hört nie auf“. Das mehr als 20-stündige Treffen sei von Misstrauen geprägt gewesen, eine Einigung in einer Sitzung daher unrealistisch – auch wegen der Komplexität der Themen.09:59 Uhr – Saudi-Arabien wieder mit voller FörderkapazitätSaudi-Arabien hat die volle Förderkapazität seiner Ost-West-Pipeline wiederhergestellt. Die während des Krieges der USA und Israels gegen den
Iran angegriffenen Energieanlagen und die Pipeline hätten ihre Betriebskapazität wiedererlangt. Wer die Angriffe ausgeführt hat, lässt Saudi-Arabien offen. Mit Hilfe der Röhre kann die Straße von Hormus umgangen werden, die seit Beginn des Krieges de facto durch das iranische Militär gesperrt ist.Das saudi-arabische Militär hat jedoch in den vergangenen Wochen zahlreiche iranische Raketen und Drohnen abgefangen. Die Angriffe hatten auch den Betrieb wichtiger Öl-, Gas-, Raffinerie-, Petrochemie- und Stromanlagen in Riad, der Ostprovinz und der Industriestadt Janbu gestört. Dies hatte zu einem „Verlust von etwa 700.000 Barrel pro Tag an Pumpkapazität durch die Ost-West-Pipeline“ geführt, hieß es. 08:52 Uhr –
Israel fordert weitere GesprächeNach Einschätzung Israels sind weitere Gespräche zwischen den USA und dem
Iran möglich. Dies sei eine Option, sagt der israelische Sicherheitsminister Seew Elkin dem Armeehörfunk. Zugleich warnt er: „Die Iraner spielen mit dem Feuer.“08:15 Uhr – Delegationen sind abgereistDie Delegationen der USA und des Irans haben die pakistanische Hauptstadt Islamabad verlassen. Beide seien auf der Heimreise, sagt ein pakistanischer Insider.05:52 Uhr –
Iran laut Insider ohne Zeitdruck – Hormus-Lage unverändertNach den jüngsten ergebnislosen Verhandlungen hat es der
Iran einem Insider zufolge mit weiteren Gesprächen nicht eilig. Solange die USA keinem vernünftigen Abkommen zustimmten, werde sich an der Lage in der Straße von Hormus nichts ändern, meldet die Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf eine mit dem Vorgang vertraute Person. Lesen Sie auch05:46 Uhr –
Pakistan ruft USA und
Iran zur Einhaltung der Waffenruhe aufNach dem vorläufigen Scheitern der Verhandlungen zwischen den USA und dem
Iran hat der Vermittler
Pakistan beide Länder aufgefordert, weiter die vereinbarte Waffenruhe einzuhalten. Dies sei „zwingend erforderlich“, sagte der pakistanische Außenminister Ishaq Dar.
Pakistan werde weiter als Vermittler dienen, um den „Dialog“ zwischen Washington und Teheran zu ermöglichen.Hochrangige Vertreter der USA und des
Iran hatten am Samstag in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad unter pakistanischer Vermittlung Gespräche für eine Friedenslösung aufgenommen. US-Vizepräsident J.D. Vance erklärte die Gespräche aber nach einem 21-stündigen Verhandlungsmarathon für gescheitert.05:23 Uhr – Papst fleht um FriedenMit dramatischen Worten hat Leo XIV. die Staats- und Regierungschefs zur Beendigung der Kriege in Nahost und weltweit aufgefordert. „Haltet ein! Es ist Zeit für den Frieden!“, rief er ihnen im Petersdom zu. „Setzt euch an den Tisch des Dialogs und der Vermittlung, nicht an die Tische, an denen die Aufrüstung geplant und tödliche Maßnahmen beschlossen werden!“, so der Papst beim Friedensgebet vor rund 8.000 Menschen in der Basilika.04:06 Uhr – US-Delegation bereitet Abreise ohne Abkommen vorUS-Vizepräsident J.D. Vance kündigt nach 21-stündigen Verhandlungen mit dem
Iran in
Pakistan die Rückreise seiner Delegation ohne ein Abkommen an. Es habe mangelnde Fortschritte bei den Gesprächen gegeben und die Führung in Teheran habe die Bedingungen der USA nicht akzeptiert, sagt Vance in Islamabad. Während ein Reporter des iranischen Staatsfernsehens berichtet, die Gespräche würden fortgesetzt, ließ Vance eine mögliche Fortsetzung unerwähnt.03:30 Uhr – Vance bestätigt: Keine Einigung erzieltBei den Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem
Iran ist nach Angaben von US-Vizepräsident J.D. Vance keine Einigung erzielt worden. So habe es vom
Iran keine Zusage für einen Verzicht auf Atomwaffen gegeben, sagte Vance. Zuvor hatten bereits mehrere Medien berichtet, dass beide Seiten ihre Differenzen in der jüngsten Runde nicht beilegen konnten. 03:01 Uhr –
Iran fordert bei Verhandlungen Abkehr von MaximalforderungenDer Erfolg der Gespräche hängt nach Angaben des iranischen Außenministeriums von der Ernsthaftigkeit und dem guten Willen der Gegenseite ab. Diese müsse von „unrechtmäßigen Maximalforderungen“ absehen und die Rechte des
Iran akzeptieren, teilt das Ministerium mit. In den vergangenen 24 Stunden seien die Hauptthemen der Verhandlungen erörtert worden, darunter die Straße von Hormus, die Atomfrage, Reparationszahlungen, die Aufhebung von Sanktionen sowie ein vollständiges Ende des Krieges gegen den
Iran und in der Region.Lesen Sie auch00:52 Uhr – USA und
Iran offenbar ohne Einigung – Fortsetzung laut Medien am SonntagEine weitere Gesprächsrunde zwischen den USA und dem
Iran in Islamabad endet Medienberichten zufolge ohne Einigung. Es bestehen weiterhin ernsthafte Meinungsverschiedenheiten zwischen den Delegationen, meldet die iranische Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf eigene Reporter. Auch die Agentur Fars schreibt, dass beide Seiten ihre Differenzen in der jüngsten Runde nicht beilegen konnten. Die Verhandlungen sollen am Sonntag fortgesetzt werden, berichtet ein Reporter des iranischen Staatsfernsehens aus der pakistanischen Hauptstadt. 00:45 Uhr – Erneut Demo in Tel AvivIn Tel Aviv protestierten am Samstag erneut hunderte Kriegsgegner gegen Netanjahu. Sie riefen unter anderem „Nein zu endlosen Kriegen, nein zu einer Regierung des Todes“.00:32 Uhr – Netanjahu: Haben Irans Atom- und Raketenprogramm zerstörtIsrael und die USA haben nach Worten des israelischen Regierungschefs Benjamin Netanjahu bei ihren Angriffen auf den
Iran das Atom- und Raketenprogramm des Landes zerstört. „Es ist uns gelungen, Irans Atomprogramm und sein Raketenprogramm zu zerschlagen“, sagte Netanjahu in einer Fernsehansprache. Der
Iran verfüge inzwischen über „keine funktionierende Urananreicherungsanlage“ mehr. Außerdem seien die meisten iranischen Raketenproduktionsstätten zerstört worden, sagte Netanjahu weiter. „Sie haben noch Raketen, sie haben noch Lager, aber das schrumpft.“Samstag, 11. April23:22 Uhr –
Iran: Werden „starke Antwort“ auf Kriegsschiff-Durchfahrten in Hormus gebenDie iranischen Revolutionsgarden werden von iranischen Medien mit den Worten zitiert, es sei nur nicht-militärischen Schiffen erlaubt, die Straße von Hormus zu durchfahren. Die Erlaubnis gelte zudem nur unter spezifischen Bedingungen. Auf jeden Versuch, die Wasserstraße mit einem Kriegsschiff zu durchfahren, werde der
Iran eine „starke Antwort“ geben.23:19 Uhr – Trump: China wird große Probleme bekommen, wenn es Waffen an den
Iran liefertUS-Präsident Trump äußert sich vor Reportern und sagt, der
Iran lasse sich möglicherweise auf einen Deal ein, möglicherweise aber auch nicht. Unabhängig davon, was passiere, würden die USA aber gewinnen. Die USA seien in sehr tiefgehenden Verhandlungen mit dem
Iran, fügt er hinzu. Für ihn mache es aber keinen Unterschied, ob es einen Deal mit dem
Iran gebe. Mit Blick auf China sagt Trump, das Land werde große Probleme bekommen, wenn es Waffen an den
Iran liefere.23:13 Uhr – USA-
Iran-Gespräche dauern an – Ringen bis in die NachtDie Gespräche zwischen dem
Iran und den USA dauern in
Pakistan auch nach Mitternacht (Ortszeit) an. Mehr als acht Stunden nach Auftakt der Gespräche kamen die Verhandlungsführer am Austragungsort in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad zu einem weiteren direkten Treffen zusammen, wie die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna berichtete. Es sei die „letzte Gelegenheit“, einen gemeinsamen Rahmen mit den Amerikanern zu finden, hieß es.23:02 Uhr – Katar will Schifffahrtsaktivitäten wieder aufnehmenKatar will seine Seeschifffahrtsaktivitäten in vollem Umfang wieder aufnehmen. Ab diesem Sonntag solle von 6 bis 18 Uhr wieder regulärer Betrieb gelten, teilte das Verkehrsministerium mit. Der Beschluss soll demnach auf „alle Kategorien von Schiffen und Transportmitteln auf See“ ausgeweitet werden.Das Ministerium forderte die Betreiber in einer Mitteilung zudem auf, die Sicherheitsprotokolle einzuhalten. Zunächst war unklar, ob die Entscheidung bedeutet, dass katarische Schiffe die Straße von Hormus wieder passieren dürfen, die bis Samstag faktisch weiter geschlossen war.22:18 Uhr – Teheran dementiert Durchfahrt von US-Kriegsschiffen durch Straße von HormusDer
Iran dementiert Angaben des US-Militärs, wonach am Samstag zwei US-Kriegsschiffe die Straße von Hormus durchquerten. Die entsprechenden Angaben des für den Nahen Osten zuständige US-Militärkommando Centcom würden „scharf zurückgewiesen“, erklärte der iranische Armeesprecher Ebrahim Zolfaghari am Samstagabend nach Angaben des Staatsfernsehens. „Die Entscheidung über die Durchfahrt von welchem Schiff auch immer liegt bei den Streitkräften der Islamischen Republik des Irans“, betonte er.22:13 Uhr – Netanjahu: Wollen echtes Friedensabkommen mit dem LibanonIsrael strebt nach den Worten des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu ein „echtes Friedensabkommen“ mit dem Libanon an. Dieses solle „über Generationen halten“, sagte er in einer Videobotschaft mit Blick auf anstehende Verhandlungen in Washington am Dienstag. Ein solcher Ausgang der Gespräche gilt allerdings als ungewiss. Netanjahu bekräftigte gleichzeitig,
Israel kämpfe weiter gegen die libanesische Hisbollah-Miliz, bis die Sicherheit der Ortschaften im Norden Israels gewährleistet sei. Seit Wiederaufflammen des Konflikts Anfang März habe
Israel mehrere Hundert Hisbollah-Kämpfer getötet. „Als Ergebnis der Stärke, die wir demonstriert haben, hat sich der Libanon innerhalb des vergangenen Monats mehrmals an uns gewandt“, sagte Netanjahu. Anliegen sei dabei gewesen, „direkte Friedensgespräche aufzunehmen“. Er habe dies gebilligt, unter zwei Bedingungen: die Entwaffnung der Hisbollah und die Vereinbarung eines echten Friedensabkommens, das Bestand haben werde. Auch weitere Länder innerhalb und außerhalb der Region hätten sich an
Israel gewandt, „weil sie unsere Stärke sehen“. dpa/AFP/AP/Reuters/ceb/saha/mol/jmr